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Mitteldeutschland Orte - Lützen - Nördliche Umgebung

Altranstädt (zu Großlehna)

Ca. 5 km von Markranstädt entfernt. Bekannt durch den Friedensschluss vom 24. September 1706 zwischen dem schwedischen König Karl XII. und August II. von Sachsen. Das "Friedenszimmer", in dem die Unterzeichnung stattfand, befindet sich im Schloss. Der schwedische König weilte während des nordisch-polnischen Krieges fast ein ganzes Jahr hier. Günter Arndt vertritt in seiner Broschüre "Gustav-Adolf-Gedenkstätte bei Lützen", 1992, die Auffassung, dass die Gedenkstätte Altranstädt von ihrer historischen Bedeutung her ungerechterweise im Schatten der Lützener Gedenkstätte geblieben ist.

Schloss: Ehemaliges Klostergut, ältester Teil aus dem 10. Jahrhundert. Im Hof Obelisk zur Erinnerung an die Konvention von 1707. Nach der Konvention vom 1. September 1707 brach König Karl XII. zu seinem folgenschweren Russlandfeldzug auf.

Adresse Schloss: Schkeuditzer Str. 14

Zufahrt von Lützen über B 87, Abzweig Großlehna (kurz vor Quesitz) oder über Markranstädt.


Bad Dürrenberg

Ehemaliger Kurort mit ca. 10 Hektar großem Kurpark und 850 Meter langem Gradierwerk an der Saale. Spaziermöglichkeiten in salzhaltiger Luft. Saale-Radwanderweg. Borlach-Turm und -Museum. Schlacht von 933 am Keuschberg, Heinrich I. soll hier die Ungarn geschlagen haben (historisch umstritten - keine sichtbaren Zeugnisse mehr vorhanden).

Entfernung von Lützen: etwa 8 km. Wanderweg von Lützen über Schweßwitz - Ellerbach - (Zöllschen) - Ragwitz - Teuditz - Balditz nach Bad Dürrenberg.


An der Saale zur Saline

Von Lützen führt ein Wanderweg nach Bad Dürrenberg. Landschaftlich reizvoller ist aber eine Tour von Weißenfels aus. Die etwa 15 Kilometer zwischen den beiden Saalestädten Weißenfels und Bad Dürrenberg eignen sich gut für einen Ausflug mit dem Rad. Beide Orte verbindet der Saaleradweg. Aber auch eine Fußwanderung entlang des traditionellen Saalewanderpfades, der streckenweise nicht mit dem Radweg identisch ist, lohnt sich. Die Fußroute verläuft stets am Ostufer des Flusses.

Nach der Wäscherei am Ortsausgang Weißenfels, unmittelbar unter der großen Brücke der Umgehungsstraße, verlassen wir die Leipziger Straße nach links. Das Haus an der Chaussee beherbergte früher die Schankwirtschart "Stadt Leipzig". Durch Wiesen gelangt man an einer Pumpenstation vorbei zur Saale. Nun verläuft der Weg auf dem Steilufer; rechts sind bewaldete Hügel.

Kurz vor Dehlitz befindet sich auf dem Berg hinter dem Waldstück (Liest genannt) die Wüstung Treben. Die Wehrkirche aus dem 12. Jahrhundert ist der einzige Überrest eines verschwundenen Dorfes. Das alte Gemäuer mit seinem spätgotischen Altar und den Friedhof umschließen Wälle aus slawischer und germanischer Zeit. Im heutigen Dehlitz sehen wir uns den ehemaligen Gutspark an, darin die berühmte Rotbuche mit Luftwurzeln.

Am Ortsausgang wird die Eisenbahnbrücke der Großkorbethaer-Deubener Strecke unterquert, später auch noch die neue Autobahn passiert. Hinter Dehlitz entfernt sich der Weg bald von der Saale, bis Oeglitzsch kürzt er einen Flussbogen ab. Der nächste Ort ist Kleinkorbetha. Weiter geht's auf dem Wanderweg, der vorbei an einem Wildgehege zum Friedhof von Vesta/Goddula führt. Nächstes Ziel ist das alte Fährhaus zu Vesta. Mal auf dem Damm, mal durch Felder laufen wir schließlich nach Bad Dürrenberg. Kurz zuvor sieht man noch einen kleinen Tiergarten. In Dürrenberg erwarten die Gradierwerke eine eingehende Betrachtung. Das von den Salinen herabrieselnde Wasser spendet wohl tuenden Duft und Erfrischung. Durch den insgesamt zehn Hektar großen Kurpark gelangt man zum Borlach-Turm mit Museum.


Breitenfeld / Lindenthal (bei Leipzig)

Nördlich von Leipzig. Schlachtfeld von 1631 (Gustav Adolf schlug General Tilly) und von 1642 (Torstenson gegen die Kaiserlichen). Inschrift am historischen Denkmal: "Gustav Adolf, Christ und Held, rettete bei Breitenfeld Glaubensfreiheit für die Welt".

Zufahrt von Lützen über B 87 bis Leipzig-Lindenau, dann weiter über Leipzig-Leutzsch (am Auensee vorbei) und Leipzig-Wahren oder über Stadtzentrum Leipzig - B 184 Wiederitzsch. Nächste Autobahnanschlussstellen: Radefeld oder Leipzig-Mitte an der Autobahn Halle-Dresden.

In Lindenthal erwartet ein Öko-Bad, das heißt ein natürlicher und ungechlorter Kunstteich, im Sommer Badelustige. Liegewiese und Wasserrutsche sind vorhanden. Der Eintritt ist kostenpflichtig.


Flughafen Leipzig-Halle

Bei Schkeuditz befindet sich das mitteldeutsche Luftkreuz, das mit Eröffnung der zweiten Landebahn zum Interkontinental-Flughafen mutiert ist. Die neue Landebahn Nord hat eine Länge von 3.600 Metern. Zwei Rollbrücken überwinden die Autobahn: unten Auto, oben Flugzeug - das sieht man nicht alle Tage. Das Terminal wird schrittweise ausgebaut und ebenfalls Autobahn sowie die geplante ICE-Trasse überbrücken. Der Flughafen besitzt ein Besucherzentrum, eine Aussichtsplattform (aber nur mit mäßiger Sicht, besser ist die oberste Plattform des Parkhauses!), ein Restaurant sowie viele Reisebüros.

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Altranstädt

Altranstädt


Elster-Saale-Kanal

Mit der unvollendeten Wasserstraße sollte Leipzig an Saale, schließlich Elbe und damit Nordsee angeschlossen werden. Vor allem fehlt die Schleuse bei Wüsteneutzsch, um die Saale zu erreichen. Über 20 Meter beträgt hier der Höhenunterschied. Interessant sind auch die Stellen, wo der Kanal in hohen Dämmen über das Land geführt wird und Straßen ihn unterqueren: unten Auto, oben Wasser - irgendwie unheimlich. Das Kanalbett ist über weite Strecken zu einem grünen Dschungel geworden. An vielen Plätzen dient der Kanal, der sich von Leipzig bis nahe Merseburg erstreckt, auch zum wilden Baden.

Bad Dürrenberg

Bad Dürrenberg


Autobahnsee Kleinliebenau

Nahe der A 9 befindet sich ein recht schön gelegener See. Er dient als Naturbad (Baden auf eigene Gefahr) und besitzt einen Zeltplatz.

Luppe-Niederung


Domholzschänke

Im ehemaligen Domholz des Merseburger Domstifts nahe der Straße Dölzig-Schkeuditz (B 186) befindet sich eine Ausflugsgaststätte. Von hier aus lassen sich schöne Wanderungen durch den Leipziger Auewald, an Elster und Luppe, unternehmen.


Leipzig-Auensee

Den Auensee zwischen den Leipziger Stadteilen Leutzsch, Wahren bzw. Möckern umrundet eine Parkeisenbahn auf einer etwa zwei Kilometer langen Strecke. Sie fährt in der Sommersaison, etwa von April bis Oktober. Zugführer, Schaffner und Schrankenwärter sind Leipziger Schüler.


Technikcenter Leipzig

Im Norden von Leipzig, in Richtung des Neuen Messegeländes, hat das Museum für Industrie und Arbeit Leipzig-Plagwitz e. V. eine Heimstatt gefunden. Im so genannten TechnikCenter (TCL) werden historische und zukunftsträchtige Technologien präsentiert sowie Museum und Aktivbereiche kombiniert. Anfahrt vom Leipziger Hauptbahnhof mit Straßenbahnlinie 16 bis Friedhofstraße, dann Bus 80 bis Zschortauer Straße.
Adresse: Zschortauer Straße, Halle 4, 04129 Leipzig

Markranstädt

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