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Mitteldeutschland Orte - Lützen - Weitere Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten der Stadt Lützen werden in der Reihenfolge aufgeführt, in der sie bei einem Spaziergang von der Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Richtung Stadtmitte erreicht werden.


"Gustav-Adolf-Haus" (Kindergarten)

1903 im Stil des 17. Jhdts. erbaut. Im Türgiebel ein hölzernes Kopfbild des schwedischen Königs, geschaffen vom Schkopauer Bildhauer Paul Juckoff.


Ehemaliges schwedisches Vizekonsulat

1908 errichtet. Durch Umbauten verfremdet. Lange Zeit als Krankenhaus genutzt. Kürzlich renoviert.


Rathaus

Am 50 mal 50 Meter großen Marktplatz. 1884/85 aus sächsischem Sandstein erbaut (Neorenaissance). Baumeister Hoßfeld aus Berlin. Repräsentativstes Gebäude im Stadtzentrum. Mit Balustrade. Oberhalb der Freitreppe 2,5 Meter großes Standbild Gustavs II. Adolf. (Bildhauer Brunow und Lange). Sitz der Stadtverwaltung. Das vorherige Rathaus musste 1883 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. An der Marktseite: Wappen von Preußen, der Provinz Sachsen und der Stadt Lützen. Unter dem Erker: schwedisches und kursächsisches Wappen. Weitere interessante Details an anderen Stellen des Bauwerkes.


"Roter Löwe"

Historischer Gasthof. Erbaut im 16. Jahrhundert. Renaissancegebäude mit zwei Erkern. Im Inneren Erinnerungen an die Schlacht bei Lützen ("Schwedenzimmer", Gemälde, historisches Kriegs- und Arbeitsgerät). Gelegentlich "Schwedenlager" im Hof der Gaststätte.


Stadtkirche "St. Viti"

Dreischiffige Kirche (obersächsische Hallenkirche). Umgebung der Kirche ist der älteste Siedlungsteil der Stadt. Baubeginn der Kirche: 1488. Bau wurde erst 1545 beendet. 1544 erhielt die Kirche ihre erste Orgel. An dieser Kirche wirkte Magister Paulus Stockmann, Prediger von Gustav II. Adolf (Steinplatte am Eingang).


Schloss

Ehemalige Wasserburg (Zollburg mit Wassergraben). Ältestes Bauwerk der Stadt. Entstand auf sumpfigem Gelände. 1252 Baubeginn. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts Ausbau durch die Merseburger Bischöfe. Nach 1323 zeitweise Sommerresidenz der Merseburger Bischöfe. Ab 1657 Sommerresidenz der Merseburger Herzöge (Herzogtum von 1657 bis 1738). 1687 Umbau (Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg). 1825 Übergang in Privatbesitz, Kupferdach und oberes Stockwerk wurden abgetragen, Nutzung des Schlosses für Wohnzwecke. Ab 1882 Eigentum der Stadt. 1894/95 wurde der Wassergraben verfüllt. Heute ist das Schloss Museum. Inschrift über dem Eingang zur Geschichte des Bauwerkes.

An der Ostseite des Baues:
Reliefbilder Johannes des Täufers und des Laurentius. Dazwischen Wappen des Merseburger Bischofs.

Museum:
In mühevoller Kleinarbeit angefertigte Schaubilder der Gefechte von Lützen und Großgörschen zeigt das Heimatmuseum. Tausende Zinnfiguren machen Geschichte nacherlebbar: Diorama der Schlacht bei Lützen mit ca. 3600 bis 4000 Zinnfiguren. Diorama der Schlacht bei Großgörschen von 1813 mit etwa 5000 Zinnfiguren. Die Exposition im Lützener Schloss erinnert außerdem an Johann Gottfried Seume und Friedrich Nietzsche. Seume-Zimmer (Nachlass des Dichters im Museum). Stadtgeschichte. Skelett im Turmverlies. Regelmäßig finden Sonderausstellungen statt. Museumscafé.

Bergfried:
Viereckig, 60 Meter hoch. Mit achteckigem Aufbau. Renaissancehaube des Turmes erinnert an einstigen Renaissancecharakter des Schlosses. Herrliche Aussicht.

Zwei Torpfeiler am Eingang zum Schlosspark:
Reliefbilder. Mit wettinischem Wappen und Wappen der Merseburger Bischöfe. Obeliskenaufsätze.

Adresse: Schlossstraße 4

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Gustav-Adolf-Haus


Sommerbad

Abkühlung an heißen Tagen bietet das Lützener Sommerbad. In der Sommersaison 2000 berichtete die örtliche Presse über tägliche Besucherzahlen von 400. (Mitteldeutsche Zeitung, Ausgabe Weißenfels, 22. Juni 2000, Seite 12)

Ehemaliges Konsulat


Meuchen, Ortsteil von Lützen

3 km von Lützen entfernt. In der Kirche von Meuchen wurde die Leiche Gustav Adolfs nach der Schlacht am Abend des 6. November 1632 aufgebahrt und gesäubert. Die spätromanische Chorturmkirche aus der Zeit um 1200 heißt seit 1913 deshalb "König-Gustav-Adolf-Gedächtniskirche". Einige Utensilien und Erinnerungsstücke gedenken der Vorgänge von 1632. Von hier aus wurde die Leiche nach Weißenfels gebracht. Siehe auch: Weißenfels (Gustav-Adolf-Gedenkstätte im Geleitshaus).

Kirche Meuchen


Der letzte Weg

Von Weißenfels wurde die Leiche Gustav Adolfs nach Schweden überführt. Dabei machte der Trauerzug an folgenden Orten Station:

Wittenberg (eine Nacht in der Schlosskirche am Grab Luthers)
Spandau (15. Dezember 1632);
Berlin (16. Dezember)
Wolgast (Ankunft am 13. Juni 1633; Leichenfeier am 15. Juni, Einschiffung)
Stockholm (Ankunft am 21. Juni; Bestattung in der Riddarholmskirche)


Schloss Lützen

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