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Mitteldeutschland Orte - Lützen - Südliche Umgebung

Großgörschen

Berühmt durch das Schlachtfeld vom 2. Mai 1813 um die Ortschaften Kaja, Groß- und Kleingörschen, Rahna und Starsiedel. In der französischen Kriegsgeschichte wird diese Schlacht "Bataille du Lutzen" genannt (nicht mit der Schlacht bei Lützen 1632 verwechseln!). Der Ort beging 1991 seine 900-Jahr-Feier.

Denkmalskomplex am Ortseingang:
Scharnhorst-Denkmal (großer Adler), Denkmal zur Erinnerung an die in der Schlacht Gefallenen.

Dorfmuseum (1969 gegründet, später an heutigen Standort verlegt, Schlacht, Gebrauchsgegenstände, Landwirtschaft).

Südlich von Großgörschen befindet sich der "Monarchenhügel", von dem aus König Friedrich Wilhelm II. von Preußen und Kaiser Alexander von Russland die Schlacht verfolgten.

Weitere Erinnerungsstätten an die Ereignisse von 1813 in umliegenden Ortschaften: Berger-Grab in Rahna, Liebknecht-Grab in Kleingörschen, Gedenktafel in Kaja (Quartier von Marschall Ney).

Jährlich Anfang Mai: Scharnhorstfest. Organisiert durch das Scharnhorstkomitee Großgörschen (gegründet im September 1992). Partnerschaftsvertrag mit dem Scharnhorstkomitee in Bordenau bei Hannover (Geburtsort von Gerhard Johann David von Scharnhorst). Großgörschen wird auch oft von europaweit wirkenden Traditionsgemeinschaften ("Napoleonische Gesellschaft", "Interessengemeinschaft Völkerschlacht 1813" oder "Militärhistorischer Verein") besucht.


Kitzen

Am 17. Juni 1813 focht in der Nähe das berühmte Lützowsche Freikorps gegen die Franzosen. Verwundung von Theodor Körner, dem Adjutanten des Freikorps. Körnerstein bei Kitzen an einem Wäldchen, etwa 1,5 km nördlich des Ortes (hier lag der verwundete Körner). Lützowhaus.

In der Nähe Tagebau-Restloch Werben (Naturlehrpfad). Reit-, Fahr- und Sportverein "Theodor Körner" Kitzen/Räpitz e. V.

Siehe auch: Eisdorf und: Schkorlopp (1 km Fußweg von Kitzen Richtung Osten).


Eisdorf, Ortsteil von Kitzen

Dorf im sächsischen Teil der Lützener Umgebung, unmittelbar hinter der Landesgrenze. Urkundlich erstmals 1009 erwähnt. Alte Wassermühle.


Schkorlopp

Lützow-Denkmal am Eingang von Klein-Schkorlopp, ein Quader mit Inschriften auf einem kleinen Hügel. Seit 1863. Erinnert an den Überfall des Lützowschen Freikorps am 17. Juni 1813. Siehe auch: Kitzen (= Nachbardorf).


Eine Rundreise durch den Osten des Kreises Weißenfels

Die Umgebung von Lützen bietet zwar landschaftlich nicht allzu viel: überwiegend plattes Land und Felder, so weit das Auge reicht. Aber historisch Interessantes allemal. Für unsere Wanderung wählen wir am besten Fahrrad oder Auto. Weißenfels verlassen wir auf der B 87 am Tschirnhügel, einer alten slawischen Kultstätte. Unsere Route führt über Rippach, im dortigen Gasthof "Zum weißen Schwan" kehrten sogar Goethe und Napoleon ein. Vorher noch ein kleiner Abstecher nach Poserna: Auf das Geburtshaus des Schriftstellers und "Spaziergängers nach Syrakus" Johann Gottfried Seume macht eine Gedenktafel aufmerksam.

Das erste Ziel heißt Großgörschen, bekannt durch die Befreiungskriege von 1813. Im Kampf gegen Napoleon wechselten die hiesigen Dörfer Kaja, Rahna, Klein- und Großgörschen fünf Mal den Besitzer. Vom nahen "Monarchenhügel" verfolgten die Herrscher der verbündeten Truppen, der russische Zar und der preußische König, die Schlacht. Im Ort erinnert das imposante Scharnhorst-Denkmal an die tödliche Verwundung des preußischen Generals und Reformers. Erwähnenswert auch das hiesige Dorfmuseum. Danach fahren wir nach Kitzen. Etwa 1,5 Kilometer nördlich des Dorfes, geschützt durch einige Bäume, lag am 17. Juni 1813 der schwer verwundete Theodor Körner. Der Adjutant des Lützowschen Freikorps entkam einem heimtückischen Gemetzel - eigentlich war Waffenstillstand. Ein Stein gedenkt der Begebenheit.

Im nahen Kleinschkorlopp steht das eigentliche Lützower Denkmal: ein Quader mit Inschriften auf einem kleinen Hügel. Bei der Weiterreise wechseln wir nicht nur den Ort, sondern auch das Jahrhundert. Meuchens Kirche hat etwas mit dem Dreißigjährigen Krieg, genauer mit 1632, zu tun. Hier wurde des Schwedenkönig Gustav Adolfs Leiche gereinigt, bevor sie ins Weißenfelser Geleitshaus überführt wurde.

Zur Gustav-Adolf-Gedenkstätte in Lützen ist es nicht mehr weit. Dort, wo am 6. November der König fiel, stehen heute eine Gedächtniskapelle und zwei skandinavische Blockhäuser. In der Stadt beherbergt das ehemalige Wasserschloss ein weiteres Museum. Auf der Rückfahrt nach Weißenfels machen wir noch einmal in Röcken Station. An der dortigen Kirche liegt das Grab des wieder entdeckten Philosophen Friedrich Nietzsche (1844-1900). In Weißenfels angekommen, zeigt unser Kilometerzähler die Zahl 50 an.

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Wanderweg Lützen-Großgörschen

Von der Gustav-Adolf-Gedenkstätte über Meuchen - Kaja - Rahna nach Großgörschen.

Dorfmuseum Großgörschen

Großgörschen

Monarchenhügel bei Großgörschen


Autoalternative Weißenfels-Leipzig via Großgörschen

Wer Landstraßen benutzen, aber nicht über Lützen fahren und dabei noch das Schlachtfeld von Großgörschen besuchen möchte, kann folgende Route probieren:
Entfernungskilometer von Weißenfels (= 0 km) aus:
Bis Rippach B 87 = 8 km. Dort Abzweig Richtung Göhren.
11 Gostau (See),
14 Starsiedel,
17 Großgörschen,
20 Kitzen,
21 Schkorlopp,
25 Kreuzung Knautnaundorf,
27 Stadtgrenze Leipzig,
32 Leipzig-Zschocher.

Lützows wilde verwegene Jagd


Starsiedel-Link

Starsiedel, ein Dorf südlich von Lützen, nahe der neuen Autobahnanschlussstelle Lützen, ist im Internet vertreten.


Hohenmölsen

Ehemalige Kreishauptstadt (jetzt Kreis Weißenfels). Stadt berühmter Märkte (Pferdemarkt). Schlacht von 1080 (15. Oktober), Heinrich IV. soll hier den Gegenkönig Rudolf von Schwaben geschlagen haben (historisch umstritten - keine sichtbaren Zeugnisse mehr vorhanden).

Auskunft: Fremdenverkehrsverein "Weißenfelser Land" e. V., Stadtinformation & Galerie Hohenmölsen, Rathausgasse 1, 06679 Hohenmölsen, Tel.: 03 44 41 / 4 18 05

Siehe auch: Pirkau.


Pirkau (bei Hohenmölsen)

Freizeitpark am "Mondsee". Beliebter Badeort mit Sandstrand. Insgesamt über 800 Meter Badestrand.

3 km von der Stadt Hohenmölsen entfernt, Straße Richtung Profen bzw. Nonnewitz-Zeitz.


"Südsee" Leipzig

Tagebaurestlöcher werden zu Badeseen. Zwischen dem Cospudener See und der künftigen Autobahn 38 (Südumgehung Leipzig) ist ein Freizeitpark geplant, der insbesondere Familien anziehen will. EXPO-Projekt "Landschaftsnutzung - Landschaftspflege. Vom Kontrast zum Konsens".

Tagebau Zwenkau

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