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Mitteldeutschland Orte - Lützen - Wirtschaft & Gewerbe

Gegenwärtige Wirtschaftsstruktur

Lützen besitzt eine kleinstädtische gewerbliche Struktur. Am Rande von Lützen, an der Starsiedeler Straße, hält ein vollständig erschlossenes Gewerbegebiet noch freie Flächen vor.

Die Gemeinden um Lützen sind stark landwirtschaftlich geprägt. Großgörschen beispielsweise setzt in seiner Dorfentwicklung "auf landwirtschaftliche Produktion und deren Eigenvermarktung sowie auf touristische Anziehungspunkte, die die Geschichte bietet" (Mitteldeutsche Zeitung. 20.8.1998. S. 8).

Im Süden der Lützener Umgebung spielt der Braunkohlenbergbau eine wichtige Rolle. Noch in Betrieb befindliche oder rekultivierte Tagebaue prägen an einigen Stellen deutlich die Landschaft.


Links zu Lützener Wirtschaftsunternehmen

 Fiedler Maschinenbau GmbH
 Fiedler Optoelektronik GmbH
 Röchling Technische Kunststoffe KG


Impulse aus der Umgebung

Chemiestandort Leuna Förderbrücke im Tagebau Zwenkau

Für das Wirtschaftsleben von Lützen ist auch der moderne Chemiestandort Leuna bei Merseburg relevant, der über Bad Dürrenberg oder über die neue Autobahn 38 schnell zu erreichen ist. Ebenso übt die Wirtschaftskraft der nahen Groß- und Messestadt Leipzig, nach der politischen Wende von 1989 als "Boomtown des Ostens" bezeichnet, eine große Anziehung aus.


Ein Blick zurück

Lützen hatte historisch einen verspäteten Start in die industrielle Entwicklung, wie Ingo Bach in der Informations-Broschüre der Stadt Lützen (S. 10) mitteilt. Die historische Chance, mit der Hauptbahnstrecke Erfurt-Weißenfels-Leipzig einen frühen Eisenbahnanschluss zu erhalten, realisierte sich nicht. Die Gleise machten einen großen Bogen um Lützen... Erst 1898 bekam die Stadt eine Nebenbahnverbindung mit Leipzig-Plagwitz, die heute bereits wieder eingestellt ist. Nennenswerte wirtschaftliche Bedeutung hatte die 1873 gegründete Zuckerfabrik (heute nicht mehr vorhanden).


Tourismus

Der Lützener Stadtrat hatte im Juli 1997 grundsätzlich beschlossen, "den Tourismus in der Region Lützen regional, überregional und international zu entwickeln, wofür sich Lützen zum Fremdenverkehrsort machen will. Auch stellten sich die Räte mit ihrem Beschluss hinter die Projekte und Konzepte, die der Verein zur Förderung der Regionalentwicklung und der Verein der Heimat- und Museumsfreunde bereits formuliert haben." (Mitteldeutsche Zeitung. 18.6.1997. S. 9)

Die Entwicklung Lützens als Fremdenverkehrsort ist als Projekt III/20 in der "Regionalen Entwicklungskonzeption der Region Halle" (REK Halle) enthalten, die im Mai 1998 veröffentlicht wurde. Ein Ziel sei es u. a., "eine längere Verweildauer der Besucher/Touristen zu erreichen und die dazu erforderlichen gastronomischen Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen zu verbessern" (S. 105f.).

Der Weg zur Umsetzung der Zielstellungen rief aber auch Skepsis und kontroverse Diskussionen hervor, die das künftige Profil von Lützen insgesamt als offen erscheinen lassen (vgl. z. B. Mitteldeutsche Zeitung vom 4.6.1998 und 24.3.2000).

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Lebenswert

"Nimmt man sich die Zeit, durch die Stadt zu gehen, kann jeder das neu Geschaffene sehen. Neue Häuser, frisch gestrichene Fassaden, neu gedeckte Dächer sowie Betriebe, Geschäfte und Einrichtungen zeugen vom neuen Aufblühen. Die Stadt Lützen wird von Jahr zu Jahr schöner." (Stadtverwaltung: Informations-Broschüre Stadt Lützen. S. 6)

"Im Lützener Raum ist eine positive Entwicklung des Bevölkerungswachstums eingetreten. Auch wenn diese noch nicht wieder einer deutlich gestiegenen Geburtenzahl zu verdanken ist, sondern vor allem von den Zuzügen bestimmt wird, lässt sie doch hoffen. Die Statistik belegt somit die Anziehungskraft der Kleinstadt vor den Toren Leipzigs." (Heike Riedel: Gute Zeichen für die Zukunft? In: Mitteldeutsche Zeitung. Weißenfels. 3. Januar 1998. S. 7)


Strukturwandel

"Viele der Einwohner (...) arbeiteten vor der Wende in der Zuckerfabrik, in der LPG oder in Leuna, doch dieser Arbeitsmarkt ist weggebrochen. Allein durch die wenige Industrie kommt diese Region nicht auf die Beine. Einige Möglichkeiten bietet der Tourismus. Wir haben dabei natürlich keine Illusionen. In Lützen wird kein Gast drei Wochen Urlaub machen. Wir sehen aber unsere Region im Zusammenhang mit geschichtlichen Ereignissen in Naumburg, Freyburg und Bad Kösen, um nur einige nahe Orte zu nennen." (Thomas Matthäi, zitiert in: Mitteldeutsche Zeitung. Weißenfels. 14. Februar 1998. S. HE)


Grüne Wiese

Von überregionaler Bedeutung ist der "Saale-Park" Günthersdorf, das nach eigener Aussage größte Einkaufszentrum Deutschlands (etwa 13 Kilometer von Lützen entfernt). Es ist von Lützen über die Autobahn in Richtung Berlin zu erreichen und liegt direkt an der Ausfahrt Leipzig-West / Merseburg (B 181). Geschäfte, Kaufhäuser, Möbel- und Baumärkte, ein Großkino und, und, und... locken viele Käufer und Besucher an.

Gewerbegebiet Leipzig-West

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