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Die Weißenfelser "Meilen"

Auf folgenden Touren bekommen Sie recht schnell vielfältige Eindrücke von Weißenfels:


"Kultur- und Museumsmeile"

Die wichtigsten kulturhistorischen Stätten von Weißenfels konzentrieren sich an oder in der Nähe von Nikolai- und Großer Burgstraße. Wir empfehlen deshalb folgende Besichtigungstour entlang der beiden Straßen:
1. Beginn an der Kreuzung "Am Schwedenstein" (Gedenken an Gustav Adolf) mit dem "Jägerhof" (Erinnerung an Johann Sebastian Bach, heute Hotel)
2. Stadtpark (Denkmal "Schusterjunge" und Grab von Novalis)
3. Abstecher auf der Saalstraße zum Novalishaus (Gedenkstätte mit Pavillon), gegenüber St. Clarenkloster (zurzeit ungenutzt)
4. Stadtinformation des Fremdenverkehrsvereins (Tourist-Service) in der Nikolaistraße 37
5. Heinrich-Schütz-Haus (Museum), daneben Friedrich-Ladegast-Museum
6. Abstecher durch die Kirchgasse zur Stadtkirche St. Marien, daneben in der Marienstraße herzogliche Kavaliershäuser
7. Marktplatz mit Rathaus und an der Leipziger Straße mehrere barocke Fürsten- und Ballhäuser
8. Bergan die Große Burgstraße zum Geleitshaus (Gustav-Adolf-Museum)
9. Über die Treppen Aufstieg zum Schloss Neu-Augustusburg (Schlosskirche und Museum)

Die meisten der vorstehend genannten Sehenswürdigkeiten werden detailliert unter "Weitere Sehenswürdigkeiten" beschrieben.


"Einkaufsmeile"

Händler bieten seit jeher in der Jüdenstraße ihre Waren feil. Sie gilt als Hauptgeschäftsstraße der Stadt und verbindet den Markt mit der Friedrichsstraße. Schon vor Jahrzehnten wurde sie für Autos gesperrt und ist damit neben der Nikolaistraße eine weitere Fußgängerzone. 2000 unterzog sie sich einer Verschönerungskur.


"Industriemeile"

Einen Eindruck von der Zweckrationalität und nüchternen Modernität, die mit der Industrialisierung in Weißenfels einzog, vermittelt die Merseburger Straße. Schnurgerade durchschneidet sie die so genannte Neustadt nördlich der Saale. Die 1817 gebaute Chaussee ist fast schon zu lang, um durchlaufen zu werden. Wer sie "historisch korrekt" befahren will, lenke sein Auto stadtauswärts: Zuerst geraten vor allem die Einflüsse des 19. Jahrhunderts in den Blick, später - insbesondere ab dem 1965 gebauten "Hochhaus" - die der DDR-Zeit. Von der Blickführung her ist allerdings eine Reise stadteinwärts eher zu empfehlen. Kurz vor der Bahnunterführung steht links das 1929 erbaute "Gloria", früher als Kino genutzt. An der Merseburger Straße liegen auch der "Märchenbrunnen" und das Kulturhaus der Stadt - also kommt die "Industriemeile" doch nicht ohne Fantasie und Kultur aus. So ist das halt in Weißenfels: Klischees taugen nur bedingt...


"Aussichtsmeile"

Vom Klingenplatz aus lässt sich der Weißenfelser Klemmberg über Treppen besteigen. Auf halber Höhe wird die Hohe Straße überquert. Je höher der Weg führt, desto interessantere Blicke auf Stadt und Schloss ergeben sich. Am "Balkon" von Weißenfels neben der Bergschule ist die Höhe erreicht. Dieses Aussichtsplateau ca. 50 Meter über dem Saalespiegel befindet sich am Ende der Karl-Liebknecht-Straße (Autozufahrt möglich). Hier bietet sich nicht nur am Tage, sondern auch abends - wenn im Tale die Lichter erstrahlen - ein schöner Ausblick auf Stadt und Fluss. Insbesondere zu Sylvester trifft sich hier Jung und Alt, um einen bevorzugten Blick auf das nächtliche Feuerwerk zu erlangen. Historisch wird das Areal auch als Blücherhöhe bezeichnet, weil von hier oben aus der Preuße Blücher 1813 die fliehenden Franzosen unter Napoleon mit Geschützen befeuerte.

Entlang der Hangkante führt ein Parkweg weiter zum Bismarckturm. Etwa auf halber Strecke lockt ein zweiter Aussichtspunkt, diesmal direkt über dem Saaleknie. Der Bismarkturm, dessen Spitze eine noch bessere Sicht ermöglicht, ist leider schon seit vielen Jahren nicht zugänglich. Zu Füßen des Turmes befinden sich Freilichtbühne, Spielplatz sowie Gaststätte. Autozufahrt über Lassalleweg/Erich-Lattermann-Straße bzw. Zeitzer Straße/Am Klemmberg/Rosa-Luxemburg-Straße.


Auf den folgenden Seiten erhalten Sie weitere Informationen.

VERZWEIGUNG AUF:
- Schloss Neu-Augustusburg
- Schloss und Rathaus - Weißenfelser Kontraste I
- Funktion des Schlosses - Weißenfelser Kontraste II
- Architektur des Schlosses - Weißenfelser Kontraste III
- Funktion des Rathauses - Weißenfelser Kontraste IV
- Architektur des Rathauses - Weißenfelser Kontraste V
- Weitere Sehenswürdigkeiten
- Spaziergänge & Stadtviertel

Geballte Kultur und Geschichte zwischen Schwedenstein und Schloss Neu-Augustusburg

Schwedenstein

Brunnen in der Nikolaistraße, im Hintergrund Schütz-Haus


Shopping in der Jüdenstraße - hier ist traditionell der Weißenfelser Einzelhandel zu Hause

Ruhe in der Jüdenstraße-es ist Feiertag


Gut einkaufen in der Merseburger Straße

Märchenbrunnen in der Neustadt

Hochhaus in der Merseburger Straße


Schöne Aussichten vom Klemmberg

Bismarckturm

Blick an der Klemmbergkante/Blücherhöhe (historische Ansicht)


Literaturhinweise

Zum Marktplatz:
- Heinz Bretschneider: Historischer Spaziergang rund um den Marktplatz Weißenfels. In Weißenfelser Heimatbote. 1995. S. 71ff.

Zur Neustadt und zur Merseburger Straße:
- Einstige Kunststraße verformte sich zur kahlen Industriemeile. In: Mitteldeutsche Zeitung. Weißenfels. 27. 10. 1999. S. 8.
- Elke Schubert: Zur Geschichte der Kirche und des Hospitals St. Laurentius in Weißenfels. In: Weißenfelser Heimatbote. 1 1999. S. 24ff.

Zum Klemmberg:
- Heinz Brettschneider: Der Bismarckturm auf dem Klemmberg. In: Weißenfelser Heimatbote. 2 1998. S. 62.
- Hubert Mayer: Wo die Klemmberger siedeln... 100 Jahre Wohngebiet Klemmberg. In: Weißenfelser Heimatbote. 2 2003. S. 50-53.

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